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Mein Roman
Der König von Berrlonien
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Romanbeschreibung:
Berrlonien war einst Heimat unzähliger Völker
gewesen – jedes mit seinen eigenen Göttern und
seiner eigenen Religion. Doch eines Tages hatten
die Götter damit begonnen, um die Gunst der
verschiedenen Rassen zu buhlen und bekämpften
sich seitdem mit allen Mitteln. Sie schickten die
Völker in unzählige Kriege und Tod, Elend und
Krankheiten waren die Folgen dieser Gewalt.
Accursius, der Göttervater und sein Bruder Aadiel,
der Gott des Krieges, hatten stets versucht, die
Völker Berrloniens zu einen und das Gute zu
bewahren. Doch trotz all ihrer göttlichen Macht
hatten auch sie die Kontrolle verloren und waren
längst nicht mehr in der Lage, jenen Einhalt zu
gebieten, die sich gegen sie verschworen hatten.
Die finsteren Göttinnen Aterra und Entfirra hatten
Wollwett zu ihrem Favoriten gekürt, einen durch
und durch bösen Menschen. Verkommen genug,
jedes ihrer finsteren Ziele in grausame Realität zu
verwandeln und so die Völker eines nach dem
anderen in Schrecken zu versetzen und jegliche
Ausübung von Religion zu unterbinden.
Früher hatte König Arras ganz Berrlonien regiert.
Unter seiner straffen aber gerechten Führung war
Berrlonien zu einem mächtigen Reich erblüht,
doch Arras war tot. Ermordet von den Schergen
Wollwetts, seines ehemaligen Beraters, der selbst
den Thron immer hatte besteigen wollen. Nachdem
seine Intrigen erfolglos geblieben waren, hatte er
einige finstere Gestalten mit der Tötung des Königs
beauftragt. Danach war die Welt Berrlonien im
Chaos versunken.
Philemond und Kendram lebten in der fruchtbaren
Landschaft, im östlichen Randland, zwischen dem
Fluss Wilder und dem bewaldeten Hügelland
Kontau.
Der König von Berrlonien:
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Leseprobe 1:
Der Fluss sang sein eigenes Lied. Das Plätschern
und Gurgeln des Wassers war ein vertrauter Ton in
den Ohren Philemonds und Kendrams. Seit
fünfzehn Jahren bewohnten sie ihr kleines
Holzhaus, unweit des Flusses Wilder, eingebettet
zwischen sanft geschwungenen Hügeln und kleinen
Waldstücken. Der fruchtbare Boden war leicht zu
bearbeiten und gab dem Ehepaar alles, was es zum
Leben brauchte. Sträucher mit verschiedenen
Früchten ergänzten ihre einfachen Mahlzeiten.
Philemond und Kendram waren glückliche
Menschen. Sie liebten sich und in allen
Lebenslagen standen Sie für einander ein. Traurig
stimmte sie einzig der Umstand, dass sie keine
Kinder hatten. Allen Versuchen zum Trotz und
sämtliche gutgemeinten Ratschläge Lügen strafend,
schien sich ihr größter Wunsch nicht erfüllen zu
wollen.
Dass in ganz Berrlonien Kriege tobten, Menschen
starben und viele Völker fast ausgerottet waren,
wussten sie nicht. Ihre Heimat, Randland, war ein
kleiner Staat, den die umherstreifenden Horden
Wollwetts bislang entweder nicht als Ziel gewählt
oder schlicht aufgrund seiner geringen Größe
übersehen hatten.
Der nahende Sommer schickte in diesem Jahr
bereits früher als sonst seine Boten ins Land und
kündigte sich mit herrlichem Wetter an.
Langsam kroch die Sonne hinter den Hügeln hervor
und bildete mit ihren Lichtfingern eigenartige
Farbmuster. Farbenprächtige Vögel zwitscherten
ihre Lieder während sie zwischen den Blättern der
Bäume spielten und von Busch zu Busch flogen.
Einige naschten an den süßen Früchten, andere
badeten am Ufer des Flusses in kleinen
Wasserpfützen. Friedlich und ruhig lag der
Landstrich in der Morgensonne.
Kendram schickte sich an, das Haus zu verlassen
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Jeder Vierte in Deutschland liest keine Bücher

von Uwe Wittstock, Kulturkorrespondent
04.12.2008 - 17.00 Uhr
Diese Aussage könnte im ersten Moment dramatisch klingen. Doch im multimedialen Zeitalter werden Informationen über verschiedene Kanäle vermittelt und sind für praktisch jeden jederzeit zugänglich. Und das Lesen selbst ist noch kein Qualitätsmerkmal.
Natürlich ist es traurig, wenn sich jetzt bei einer Umfrage herausgestellt hat, dass jeder vierte Deutsche nie ein Buch zur Hand nimmt. Es ist traurig für diese bücherlosen Menschen. Sie versäumen ungeheuer viel. Schon deshalb ist es wichtig, dass es Institutionen wie die Stiftung Lesen gibt, die diese Umfrage in Auftrag gab und mit vielen klugen Aktionen für das Lesen wirbt. Doch bedeutet die traurige Nachricht, dass die Kultur in Gefahr ist? Sicher nicht. Denn Lesen ist noch kein Wert an sich. Es kommt darauf an, was gelesen wird. Natürlich gibt es hundsmiserable Bücher – verglichen damit hervorragende TV-Sendungen, grandioses Kino, informative Internetseiten. Wenn also die Studie feststellt, dass die Menschen viel Zeit vorm Fernsehen, im Internet oder mit DVDs verbringen, spricht das noch nicht für Kulturverfall.
Die Studie bringt nebenbei auch gute Nachrichten: Die Vielleser sind seit dem Jahr 2000 mehr geworden, die Nichtleser weniger. Die Zahl derer, die täglich ein Buch in die Hand nehmen, ist wieder angewachsen. Die Zahl derer, die regelmäßig mehrfach in der Woche oder im Monat lesen, ist nahezu konstant geblieben. Auch am „harten Kern“ der Literaturliebhaber, die sich mehr als 50 Bücher pro Jahr einverleiben, hat sich trotz wachsender medialer Konkurrenz mit drei Prozent nichts geändert.
Nüchtern betrachtet sind das nicht die Signale, die das schon oft prognostizierte Ende des gutenbergschen Zeitalters erwarten lassen. Probleme gibt es viel eher bei der Frage, wie man die lesenswerten Bücher an die richtigen Leser bringt. Derzeit sind 1,2 Millionen Titel in Deutschland lieferbar, ein beeindruckender, aber zweischneidiger Rekord. Kein Wunder, wenn mancher angesichts dieser Flut den Überblick verliert, mit dem Nächstbesten vorliebnimmt und dann enttäuscht ist. Wer will, dass die Menschen lesen, muss auch darauf achten, dass sie eine Chance haben, das Buch zu finden, das sich für sie zu lesen lohnt.
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